Eine besondere Spende: LTx

Heute geht es ausnahmsweise nicht um Reisen, Auszeit oder Offroad-Technik, sondern um ein Thema, das uns früher oder später alle betreffen kann: Wir beide haben uns auf eine mögliche Leber-Lebendspende untersuchen lassen. Eine enge Freundin litt unter einer Autoimmun-Hepatitis, die ihre Leber schubweise zerstörte. Auf Grund der unzureichenden Versorgung mit postmortalen Organspendern (die Gründe dafür sind vielschichtig) hatte sie keine Chance auf ein Spenderorgan.

Nach eingehenden Untersuchungen entschieden die Ärzte, dass meine Leber auf Grund der Größe für eine Transplantation besser geeignet war. Die Operation fand vor ziemlich genau einem Jahr statt und vor dem Hintergrund dieser vergangenen Zeit kann von einem vollen Erfolg gesprochen werden. Der Empfängerin geht es sehr gut. Die 60%, die von meiner Leber entnommen wurden, sind komplett nachgewachsen, außer einer großen Operations-Narbe am Bauch gibt es keine Nachwirkungen mehr.

Warum erzählen wir das Ganze? Sicherlich nicht, um dafür Lob zu ergattern. Unsere Freundin wieder in sehr guter Verfassung zu sehen ist Lob und Freude genug. Wir wollen nur Mut machen:

  • möglichst vielen Menschen, ihre Bereitschaft zur Organspende zu erklären, indem sie den Organspende-Ausweis ausfüllen und bei sich tragen. Das würde die ein oder andere Lebendspende unnötig machen.
  • den Politikern, das Thema endlich pragmatisch anzugehen und die Widerspruchslösung zu implementieren.
  • dem Gesundheitswesen, unnötige bürokratische und finanzielle Hürden im Prozess der Organspende aus dem Weg zu räumen.
  • den Menschen, die auf ein Spenderorgan warten. Wir haben mitbekommen, wie schwer es unserer Freundin gefallen ist, das Thema Lebendspende anzusprechen. Unser Tipp: Wer nicht fragt, der nicht gewinnt…
  • den Menschen, die als potenzielle Lebendspender in Frage kommen. Natürlich ist es uns bewusst, dass die Organspende mit einem großen Risiko verbunden war. Jedoch wurden wir ab der ersten Untersuchung und später im Verlauf der weiteren Vorbereitungen durch die kompetenten und sehr netten Spezialisten des UKSH-Transplantationszentrums intensiv über die möglichen Risiken einer Lebendspende aufgeklärt. Nach den Erfahrungen, die wir mit dem Team um die Professoren Becker und Braun gemacht haben, können wir sagen, dass alles Mögliche unternommen wird um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Und die Freude, nach einer geglückten Organspende das Familienmitglied oder den Freund „als neuen Menschen“ zu erleben, wiegt alle Schmerzen und Beschwerden auf.

Uns ist bewusst, dass das Thema Organspende politisch, gesellschaftlich, religiös und medizinisch kontrovers diskutiert wird und dass die Entscheidung für eine Organspende eine sehr persönliche ist. Wir wollen niemanden dazu veranlassen, gegen seine Überzeugung zu handeln. Unser alleiniges Ziel ist es, über etwas positives zu berichten und Denkanstöße zu geben.

Seid bitte so gut und teilt diese Information mit anderen. Wir hoffen darauf, dass zum Einen die Anzahl der postmortalen Organspenden steigt, um die Notwendigkeit einer Lebendspende zu verringern. Zum Anderen wollen wir aufzeigen, dass die Lebendspende für Empfänger und Spender einen Gewinn darstellen kann.

logo-organspende

Das wollten wir einfach mal loswerden.

Und hier das Ganze auch in Form eines kleinen Videos:

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