Auf die geplante Verlängerung unserer Aufenthaltsdauer in Südafrika auf 180 Tage mussten wir leider verzichten. Also planen wir um und stellen ein 90-Tagesprogramm auf. Für uns bedeutet es, dass wir einigen Gegenden der kleinen Karoo, die wir vor zehn Jahren bereits besucht hatten, doch nicht einen weiteren Besuch abstatten werden.
Vielmehr zieht es uns in Richtung Drakensberge und nach Lesotho. Aber auf dem Weg dorthin gibt es noch einiges zu erleben.
Eines der wichtigsten Ziele liegt für uns fast am Anfang der Reise. Für alle Transafrika-Reisenden ist das Kap der guten Hoffnung Start- oder Zielpunkt ihrer Abenteuer-Tour. Wir betrachten das Ganze rein geographisch und somit steht für uns fest, dass unsere Afrika-Reise am südlichsten Zipfel des Kontinents beginnen muss.


Am Kap Agulhas treffen der Atlantische und der Indische Ozean aufeinander. Von diesem Punkt sind es nur noch knapp 4.000 Kilometer Luftlinie bis zur Antarktis, dem einzigen Kontinent, den wir sicher nicht mit unserem Fahrzeug bereisen werden.


Am Fuß der Langberge liegt Swellendam, eine der ältesten Städte Südafrikas. 1746 gegründet, sind aus dieser Zeit – trotz eines Großbrandes im Jahr 1865 – noch sehenswerte alte Gebäude erhalten. Wir treffen eine vor dreißig Jahren hierhin ausgewanderte Deutsche, die kurz zusammenfasst: „Hier in Swellendam passiert einfach nix. Keine Hektik, keine große Politik, keine Kriminalität. So lieben wir es.“



Der kleine Bontebok Nationalpark liegt etwas außerhalb von Swellendam. Wie der Name verrät, dient der Park vornehmlich dem Schutz des Buntbockes. Wir wandern am Breede River entlang und sehen neben den Buntböcken auch einige Bergzebras.




Die SANParks Wildcard bietet uns für ca. 372 € an, als Paar in den kommenden 365 Tagen Eintritt in die meisten südafrikanischen Nationalparks zu erhalten. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Somit müssen wir nur noch die Gebühren für die jeweiligen Campsites zahlen.
Dem Gebirgszug der Langberge folgend gelangen wir zu den Swartbergen, dessen Höhe wir über den spektakulären Swartberg-Pass überwinden. Einige ursprüngliche Stützmauern der 1888 eröffneten Passstraße sind bis heute erhalten.









So kommen wir immer weiter in Richtung Osten dieses schönen Landes voran. Unser „Masterplan“ lässt uns genug Luft für kleine Umwege oder Reisepausen. Genau so, wie wir es mögen ☺️.
Habt bis zur nächsten Geschichte eine gute Zeit ☺️.