„Erst einmal rein in die Berge, dann sehen wir weiter.“ Nach diesem Motto führte uns die Route R344 immer näher an die Südgrenze Lesothos heran. Die höchsten Erhebungen rund um uns herum kratzen an der 3.000-Meter Marke.
Wir hätten auf dem Weg in Richtung Lesotho die normalen Asphaltstraßen nehmen können. Haben wir aber nicht… Bei unserer Suche nach einer passenden Route kamen uns die „Ben10“ in die Quere. So werden die 10 schönsten Schotterpisten-Pässe im Eastern Cape Südafrikas genannt. Und wir waren ganz in der Nähe einiger dieser Pässe. Also war klar: Der Weg wird kein leichter sein, aber schließlich sind wir unter anderem auch unterwegs, um die kleineren und anspruchsvolleren Routen durch das Land zu nehmen.
So langsam werden die Pisten schmalerUnd die vereinzelten Regenfälle heften den Untergrund auch an unser Auto an 😞Egal… Campen mit Aussicht, das ist es, was wir wollen 🥰Eines der Dinge, die wir beim Campen in Südafrika immer wieder erleben: Kleinode auf dem Gelände der Farmen.
Hier eine Aussichtsplattform über das Flusstal. Herrlich!
Den Sundowner haben wir allerdings am Feuer zusammen mit unserem Gastgeber Ric genommen.
Sonnenaufgang mit Tafelberg im Blick (den gibt’s nämlich auch hier 😉)Frühstück ist fertig – Aussicht inbegriffen 😀
So gestärkt, konnten wir den ersten der Ben10 angehen. Der Otto du Plessis Pass wurde nach einem bekannten Politiker benannt und bietet auf der Südseite spektakuläre Aussichten auf Wasserfälle und – zumindest im Sommer – grüne Bergwiesen.
Ben10 – Nummer 1: Der Otto du Plessis PassGrün, viel Wasser, ordentliche Steigung… Uns gefällt’sNa? Wer findet unseren kleinen Allrad-Camper?Gefühlt alle 200 Meter mussten wir stehenbleiben und die Aussicht genießen ⛰️🔭Auf 2.115 Metern ist der höchste Punkt erreicht.Zeit für eine Pause Dieser Fluss war vor kurzem noch über BrückenniveauAuf dem Weg nach Rhodes verändert sich die Landschaft und Geologie
Klar trauen wir den Brücken 😬
An Dramatik kaum zu überbieten
Auf dem Weg zum zweiten Ben10 – dem „Naudes Nek“ merken wir immer mehr, wie sehr heftige Regenfälle den Verkehr in dieser Region beeinträchtigen. Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir recht gutes Wetter haben und hoffen, dass das so bleibt.
Eigentlich hat es nicht geregnet, trotzdem teilen wir uns die Piste häufig mit kleinen Wasserläufen
Am Aussichtspunkt zu Naudes Nek. Gang rein, Handbremse anziehen und sicherheitshalber noch einen Stein vor die Reifen. Hier gehts bergab!Und nein, wir verwenden keinen Filter!Der Abstieg vom wenig spektakulären Potrivier Pass – egal, der Ausblick ist nett
Nach dieser Runde entlang der Grenze zu Lesotho sollte es in den nächsten Tagen endgültig in das Land gehen, das komplett von Südafrika umschlossen ist. Doch leider kündigt sich ein massiver Wetterumschwung an. Sowohl unsere Wetter-Apps als auch die Einheimischen sprechen von ausgiebigen Regenfällen für die nächsten zwei Wochen.
Keine zwei Stunden später setzte der Regen ein…
Schweren Herzens geben wir den Plan auf, weiter durch die Landschaften der Drakensberge und Lesothos zu reisen und andern unsere Route.
Wir glauben, es ist ein Weibchen aus der Familie der „Phymateus“. Auf jeden Fall signalisiert sie: Ich bin giftig!Da erscheint der kleine Gottesanbeter doch irgendwie sympathischer ☺️
Flexibel wie wir nunmal sind, hatten wir schnell eine Alternative zur Hand.
Aber darüber berichten wir in einer anderen Geschichte.
Karin und Klaus, hoffnungslos mit dem Fernwehvirus infiziert. Wir leben, arbeiten und reisen mobil. Unsere Homebase ist ein 35 Jahre alter LKW, unser Spaßmobil ein Land Rover Defender. Wir erkunden die Welt. Stück für Stück…
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