Weihnachten naht…

In Südafrika scheint sich rund um Weihnachten und Neujahr die Welt etwas langsamer zu drehen. Firmen, Behörden und Geschäfte schließen, die Schulkinder und Studenten sind in die Ferien entlassen. Da um diese Zeit auf der südlichen Halbkugel Hochsommer herrscht, zieht es viele Familien an die Küste. Aber auch andere touristisch interessante Gegenden sind stärker frequentiert als zu anderen Jahreszeiten.

Wir waren vorgewarnt und somit hatten wir uns gerade noch rechtzeitig um Campsites gekümmert. Die Nationalparks „Mountain Zebra“, „Camdeboo“ und „Karoo“ boten noch Restplätze an, und da wir mit der Wildcard keine Nationalparkgebühren zahlen müssen, war es am Ende eine recht kostengünstige Möglichkeit, zur Peak-Season angenehme Übernachtungsplätze zu finden. Denn an der Küste schnellen die Übernachtungspreise auf Campsites gerne von 300 ZAR (ca. 15 €) auf über 1.000 ZAR (ca. 50 €) hoch.

Auf dem Weg zum Mountain Zebra Nationalpark geht es für uns durch die Bo-Karoo. Eigentlich wollten wir in einem Ort namens Orania übernachten. Nach kurzer Recherche nahmen wir jedoch weiten Abstand. Die Freilassung von Nelson Mandela nahmen einige Buren zum Anlass, eine Art Aktiengesellschaft zu gründen, Land aufzukaufen und dort Orania zu gründen, um Heimstatt zu bieten für Buren, die in ihrer ausschließlich weißen Welt die Schaffung eines eigenen Burenstaates anstreben. Der Ort – ausgelegt auf bis zu 11.000 Bewohner – sollte dafür die Keimzelle sein. Dass wir bei diesen Reichsbürgern nicht übernachten wollten, liegt doch wohl auf der Hand.

Die Flagge Oranias. Tja… Deppen gibts überall

Ansonsten ist die Landschaft der Bo Karoo geprägt von großen Schafsfarmen. Familie, Glaube und Tradition sind hier tief verankert in der Gesellschaft.

Einsam und weit: Die Bo Karoo
Die Zeichen tief-christlicher Verwurzelung sind allgegenwärtig.
Immer wieder faszinierend: Millipedes auf dem Weg 😊

Im Mountain Zebra National Park treffen wir unsere „Container Buddies“ wieder. Gemeinsam mit Regula und Andreas drehen wir unsere Runden durch den Park. Die Tierwelt ist zwar reichlich, aber vor die Linse wollen die großen Tiere irgendwie nicht und somit versorgen wir Euch alternativ mit schönen Aufnahmen der kleineren Exemplare 😊.

Zwei Defender auf großer Pirschfahrt 😀
…und abends auf der Campsite
Zwischendurch feiert das Auto einen runden Tachostand. Darf es auch nach 15 Jahren auf Straße und Piste 😉
Bei der exakten Bestimmung dieses possierlichen Nagers müssen wir leider passen.
Das Southern African Ground Squirrel
Black bellied starling
Keine Ahnung, sieht aber gefährlich aus…
Camponotus fulvopilosus – auch „Zuckerameise“ genannt. Ist sie nicht süß 🥰?

Bei Somerset East finden wir gemeinsam ein schönes Plätzchen, um noch ein paar Erfahrungen auszutauschen, Brot zu backen und dem gemeinen Kabelbruch klare Kante zu zeigen.

Immer wieder für positive Überraschungen gut. Kleine Campsites auf Farmen im Nirgendwo.
Ober- und Unterhitze passen…
…und schon klappt’s auch mit dem Brot 😋
Sieht wüst aus. Afrikanische Straßen verzeihen es nicht, wenn Kabel ungeschützt liegen.

In Somerset East verabschieden wir uns (vorerst) von Regula und Andreas. Für uns geht es weiter, wir wollen die Familie treffen.

Aber davon erzählen wir beim nächsten Mal.

Habt bis dahin eine gute Zeit 😊.

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