Auf dem Weg in Richtung Süden machen wir in Windhoek Station. Wer uns kennt, der weiß, dass wir uns aus Stadtbesuchen nicht allzu viel machen. Und somit dient der Aufenthalt in Namibias Hauptstadt weniger dem Sightseeing als der Erledigung praktischer Angelegenheiten.
In guter Gesellschaft – Bei East End Car Service ist unser Defender für die anstehenden Wartungsarbeiten in guten Händen
Acht Jahre Provisorium, jetzt haben endlich die perfekte Stauraumlösung – dank Canvas & Outdoor Centre
Das Urban Camp in Windhoek ist der passende Ort, um die anstehenden Aufgaben zu erledigen und sich mit anderen Reisenden auszutauschen.
Jetzt aber flugs wieder raus in die Natur…
Aber erstmal eine Stärkung vom Grill. Die Feuerstelle ist eher für Großfeuer konzipiert, da wirkt unsere Braai-Stelle doch eher niedlich.
Waren es in Windhoek noch SUV und andere PS-Boliden, so sind uns diese Verkehrsteilnehmer um einiges sympathischer
Wir wollen den namibischen Teil der Kalahari kennenlernen. Diese Trockensavanne erstreckt sich über eine Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometer und bedeckt große Teile von Botswana, den Osten von Namibia sowie das Nordkap in Südafrika. Der durch Verwitterung entstandene Sand erreicht eine Stärke von 200 Metern; durch Winderosion formten sich Dünen, die jedoch seit ca. 10.000 Jahren aufgrund des zunehmenden Bewuchses nicht mehr wandern.
Nach unseren Besuchen der Central Kalahari in Botswana vor vielen Jahren hatten wir die Kalahari als ein eher gelbliches Sandmeer in Erinnerung. Je weiter wir allerdings in Namibia nach Süden fahren, um so rötlicher wird der Sand, was zusammen mit dem Bewuchs ein traumhaftes Farbspiel ergibt. Die 700 Kilometer Fahrt von Windhoek zur Südafrikanischen Grenze werden uns als ein landschaftliches Highlight in Erinnerung bleiben.
Also: Genießt die Bilderstrecke 😊:
Wir treffen auf die ersten Dünen der namibischen Kalahari. Nach den Regenfällen der vergangenen Monate bietet sich ein schönes Farbspiel.
Auch in dieser Gegend waren die deutschen Schutztruppen aktiv. Reste eines alten Forts.
Unterwegs treffen wir auf eine Besonderheit. In einem Farmgelände sehen wir nahezu schwarz gefärbte Antilopen, die jedoch die Statur und Kopfform wie unsere altbekannten Springböcke haben. Die nachfolgende Recherche zeigt uns, dass es sich tatsächlich um so genannte „schwarze Springböcke“ handelt. Hierbei sorgt eine rezessive Genmutation für die dunkle Färbung der Tiere. Und weil der Mensch ist, wie er halt ist 🙄, sind die schwarzen Springböcke eine beliebte Jagdtrophäe. Das führt dazu, dass Farmer versuchen, möglichst viele dieser besonderen Tiere zu „züchten“, um sie den Jagdfarmen gegen fürstliches Entgelt liefern zu können
Wir „schießen“ die seltenen Tiere nur mit der Kamera. Schwarze und „bunte“ Springböcke in trauter Eintracht.Mitten drin! Die Crew genießt den SonnenuntergangUnd wir haben mit Daggi und Fred aus der alten Heimat sehr sympathische Gesellschaft 😊Für das perfekte Bild ist kein Einsatz zu klein 😉Es gibt Momente, da möchte man die Zeit anhalten……oder lieber nicht, denn jede Sekunde…… bringt neue Wunder!Wir waren umzingelt von Gewittern, bekamen selbst aber nichts ab.Die Flussterassen des Auob River begleiten uns südlich von StampfetStetiges Auf und Nieder beim Dünenreiten. Ob wohl die Bauleitung der Siedelweber absichtlich ein Dromedar nachbilden wollte?
Falls es Euch jemals in die Gegend von Koës verschlägt, dann verbringt unbedingt mindestens eine Nacht auf dem Platz „DuneSong Breathers“. Vom Farmhaus geht es durch Tiefsand (Reifendruck 1,5 Bar) drei Kilometer in die Dünen. Dort hat man einen Traumplatz für sich alleine! Wir waren begeistert.
Roter Sand, grünes Gras und viele nette Details, die sich die Gastgeber haben einfallen lassen.Kein Streulicht und nur die Geräusche der Natur. Am Morgen finden die Sunbirds (Nektarvogel) Gefallen an unserem Außenspiegel.Wir wären gern geblieben, hatten aber blöderweise nicht genug Bargeld. Kartenzahlung ist hier im Outback nicht möglich.
Es sind die Kleinigkeiten, die zählen…
Toilette mit Aussicht. Stören kann hier die Sitzung niemand – außer das ein oder andere Tier.Die Morgensonne nutzen, um auf Betriebstemperatur zu kommen.Eins der Tiere, denen man nicht zu nahe kommen sollte. Das Gift der Puffotter ist tödlich. Hier konnten wir uns trauen, das Hinterteil war unter die Räder eines Autos gekommen.Ergiebige Regenfälle in der Trockensavanne. Das verheißt einen Wachstumsschub für die Pflanzen.
Die einsamen Gegenden im Südosten Namibias haben unsere Erwartungen übertroffen. Wir sind glücklich, diese Route gewählt zu haben.
Aber jetzt geht es wieder zurück nach Südafrika. Dort haben wir noch das ein oder andere Highlight auf dem Zettel.
Karin und Klaus, hoffnungslos mit dem Fernwehvirus infiziert. Wir leben, arbeiten und reisen mobil. Unsere Homebase ist ein 35 Jahre alter LKW, unser Spaßmobil ein Land Rover Defender. Wir erkunden die Welt. Stück für Stück…
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