Wir machen die Hacken scharf – oder um es etwas gesetzter auszudrücken: Wir sehen zu, dass wir in den Süden kommen, damit wir beizeiten nach Marokko übersetzen können. Denn das nordafrikanische Land soll in dieser Saison unser Hauptziel sein.
Nachdem wir uns also mit den Leckereien der La Mancha gestärkt hatten, war unser nächster Stopp deutlich weiter im Süden.
Die Sierra Morena nördlich der Stadt Úbeda ist Schutzgebiet für den iberischen Luchs. In diesem ausschweifenden Wandergebiet wollen wir uns irgendwann mehr Zeit nehmen und dabei vielleicht sogar die scheuen Wildkatzen sichten.
Doch nun ist unser Ziel die Stadt Úbeda, deren außergewöhnliche Architektur einem Wettstreit reicher Familien entspringt. Aus dieser Konkurrenz wurde Úbeda zusammen mit der 10 km entfernten Stadt Baeza zu den Wegbereitern des Renaissance in Spanien. Anerkannt als Weltkulturerbe der UNESCO, ist die sympathische Stadt beliebtes Ausflugsziel, selbst jetzt in der Nebensaison. Uns hat der Bummel durch die Stadt gut gefallen.





Auf dem Weg in Richtung Córdoba geht es für uns durch das größte Oliven-Anbaugebiet der Welt. In der Region Jaén kommen auf jeden Einwohner 1.000 Olivenbäume. Von den Anhöhen der Bergketten erstrecken sich die Olivenbaumplantagen bis zum Horizont. Zwischendurch ragen alte Schornsteine aus den Bäumen. Sie gehören wohl zu alten Hüttenanlagen, da die Region historisch ein Bergbaugebiet war.
Von den Millionen Olivenbäumen bis nach Córdoba ist es nun nicht mehr weit. Wir wollen der drittgrößten Stadt Andalusiens endlich einen Besuch abstatten.
Bereits in der römischen Antike erwähnt, war Córdoba unter der maurischen Herrschaft eine der größten Städte weltweit und galt als Zentrum von Regierung und Gelehrsamkeit der iberischen Halbinsel.






Die aus einer Moschee hervorgegangene Mezquita-Catedral gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die ersten Zeugnisse des Bauwerkes existieren seit dem 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Zwischen dem 7. und dem 12. Jahrhundert wurde die ehemalige Basilika in mehreren Ausbaustufen zu einer Moschee für deutlich mehr als 10.000 Gläubige. 1146 als Kathedrale umgewidmet, erfuhr sie weitere umfangreiche Erweiterungen. Wir staunen und genießen…







Auf dem Weg zur Südspitze Spaniens müssen wir natürlich in Ronda Halt machen. In einem nahe gelegenen Ort finden wir einen guten Stellplatz. Von dort können wir zu Fuß nach Ronda laufen, da wir mit unserem LKW die wenigen Stellplätze in der Touristenhochburg nicht versperren wollen.





Unser letzter Einkehrschwung, bevor wir nach Afrika übersetzen, gilt der Enklave Gibraltar. Als Teil des britischen Hoheitsgebietes werden an der Grenze die Pässe kurz kontrolliert und dann sind wir in einem geschäftigen, dicht bebauten Gewirr von Straßen und Gebäuden. Wir laufen bei mäßigem Wetter einmal bis zum Leuchtturm an der Südspitze. Den berühmten Felsen lassen wir aus: Das Wetter bietet keine gute Fernsicht und der Eintrittspreis zum Besteigen des Steines ist doch etwas happig.




Bei unserer Einkehr im berühmten Lord Nelson Pub machen wir Bekanntschaft mit dem hiesigen Preisniveau (2 x Fish ’n Chips, 4 Bier = 80 € 😳).

So, nun noch schnell einen Abstecher nach Tarifa, bevor wir endlich die Fähre nach Afrika erklimmen.

Aber davon erzählen wir Euch beim nächsten Mal.
Habt bis dahin eine gute Zeit 😊.
Hallo Ihr Lieben, die Mesquita Kathedrale ist wirklich beeindruckend! Liebe Grüße Bernd
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Hallo Bernd, so ist es. Wir hatten schon viel darüber gelesen, aber selbst einmal dieses beeindruckende Bauwerk zu besuchen, war ein echtes Erlebnis. Viele Grüße 🖖
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Fein, dass ihr uns wieder teilhaben lasst. 🥰
Seid nicht traurig, den Fels nicht bestiegen zu haben. Okay, die Aussicht, aber naja.
Und die wohlgenährten, betreuten und dressierten Affen dort oben – wir waren im Januar 2015 dort, als ihr Anblick noch nichts kostete – kann man sich schenken. Dann lieber mal einen Abstecher nach Apenheul. 😉
Schon wieder macht mich jemand heiß auf die Mezquita, obwohl ich doch so gar nicht auf große Städte stehe. 🙈
Habt weiterhin eine spannende Auszeit! 🫶💕
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Ja, weißt Du: Wenn die Karin einen Affen sehen will, dann hat sie ja mich 😊. Ein weiterer Grund, warum wir da nicht hoch sind.
Und ja, Mezquita sollte man gesehen haben. Wir hatten uns auch die Audio-Guides gebucht, somit konnten wir in Ruhe besichtigen und bekamen noch Informationen zu den verschiedenen Bauabschnitten.
Und zum weiteren Verlauf werden wir natürlich berichten.
Euch auch eine wunderbare Reise.
Viele Grüße 🖖
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