Der kurze Sprung auf einen anderen Kontinent

Wie kann es anders sein… Europa verabschiedet sich mit Regen von uns. Die letzte Nacht auf einem Parkplatz in der Nähe des Fährhafens Algeciras versorgt uns während der ganzen Nacht mit so viel Dezibel, dass wir für die nächsten Wochen genug Lärm im Ohr haben.

Vom Check-In im Fährhafen Algeciras bis zur Ausfahrt aus dem Hafen Tanger Med – wir haben brav die Frage nach „… haben Sie Schusswaffen oder eine Flug-Drohne dabei?“ mit „Nein“ beantwortet – vergehen gerade mal drei Stunden, das ist fix! Und endlich sind wir in Afrika!

Die erste nordafrikanische Stadt auf unserer Tour ist eine der vier Königsstädte Marokkos: Meknes. Seit 1996 ist die Altstadt und die Ville impériale als UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Das Tor zur alten Königsstadt (Bab Mansour) zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Marokkos.

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Die bequem-scheußliche Art einer Stadtrundfahrt durch Meknes
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Der Souk in Meknes – hier gibt es alles! Von A wie Argan bis Z wie Zwiebeln

Soweit so gut… Gesehen haben wir davon: Fast nix! Wir sind mit dem Bus in die Stadt, haben uns in die Tiefen des Souk gestürzt, wurden natürlich gleich von einem Gewürzhändler übers Ohr gehauen, versorgten uns bei Maroc Telecom mit Telefon und Internet und dann: Waren wir fix und fertig. Auf diese Städte muss man sich mental gut vorbereiten. Hochachtung vor all denen, die direkt ins Getümmel nach Marrakech fliegen, wir haben keine Ahnung, wie Ihr das macht 😉.

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Gewürze gefällig? Für unbedarfte Touristen gerne auch mal zu teuer angeboten 😉

Wir starten den Versuch, trotz beginnendem Winter den Atlas zu überqueren. Die Teilung des Gebirges in den Mittleren und den Hohen Atlas können wir auf unserer Route gut nachvollziehen. Getrennt durch eine Hochebene auf ca. 1.200 m liegen die beiden Gebirgszüge nah beieinander. Wir fahren durch Hochebenen, Zedernwälder, Steinwüsten und sehen einen der ärmsten Landstriche Marokkos.

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Auch in Marokko hat es ungewöhnlich viel geregnet.
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Der Beginn des hohen Atlas
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Wasser tanken – mit frischem Bergquellwasser

Gebirge + Defender = Runter von der Straße, hinein ins Gelände. Und das lohnt sich! Das Highlight: Mit Unterstützung eines heimischen Offroad-Instruktors durch die Schlucht von Jaffar. Das war ordentliches Gehopse, das uns mit einer aufgerissenen Packung Kaffee und einer ausgelaufenen Spülmittelflasche gedankt wurde. Seitdem riecht unser Auto immer so frisch…

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Dank dieses versierten Offroad-Instruktors fanden wir den Weg durch die Jaffar-Schlucht
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Per Anhalter durch die Jaffar-Schlucht
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Unfassbar… und gerade mal breit genug für unseren Defender
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Auf dem Weg nach Imilchil
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Ab 2.400 Metern Höhe wurde es dann fast winterlich
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Traumhafter Atlas
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Die Flaniermeile von Imilchil
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Der Schafsmetzger in Imilchil. Der Hühnermetzger daneben sah auch nicht besser aus.
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Kalt, kalt, kalt…
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Einsame Bergwelt auf 2.700 Metern Höhe

Ach ja, die immerwährende Frage nach dem Wetter: Tagsüber 22 Grad mit viel Sonne, in der Nacht in Imilchil im Hohen Atlas war die Zeltwand von innen gefroren (brrr).

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Naja, die linke Anzeige war wohl doch etwas übertrieben. Die rechte stimmt aber!

Aus landschaftlicher und fahrerischer Sicht wären wir noch deutlich länger im Atlas geblieben. Aber die Aussicht auf noch mehr Sonne und Wärme richtete unsere Reiseplanung weiter nach Süden aus. Wie es uns in der Sahara erging? Das erzählen wir im nächsten Beitrag.

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Ausnahmsweise schimpft meine Frau mit einem anderen Esel 😀
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3 Kommentare zu „Der kurze Sprung auf einen anderen Kontinent

  1. Hallo Karin und Klaus!
    Schön, dass es euch so gut geht in Marokko.
    Schöne Bilder vom Atlas!
    Wir sind bereits in Apulien angekommen. Das Tal der Trullis und die Küste um den Absatz sind wunderschön. Hier können wir uns gut für Weihnachten einstimmen. Italien feiert Weihnachten mit viel blingbling, Märkten, Krippen an jedem Hauptplatz und vielem mehr.
    Mein Blog ist nicht mehr aktuell. Es passen keine Bilder mehr rauf. Stelle jetzt Posts auf FB. Habt ihr FB?
    Über Weihnachten haben wir ein Haus auf Sizilien gemietet. Darauf freuen wir uns schon.
    Im Jänner gehen wir nach Hause zum Schifahren. Das haben wir bereits vor einigen Wochen in Griechenland entschieden.
    Herzliche Grüße aus dem vorweihnachtlichen Apulien!
    Yvonne Marcel Vincent und Loris

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